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Hauseigentümerverband Aargau: Corona treibt die Verschuldung an

            

                 
                  

17.02.2021
HEV Aargau

Wie lange widersteht der Immobilienmarkt der Pandemie noch?  

(mm) Tiefe Zinsen sind janusköpfig. Sie beglücken Schuldner mit tiefen Kapitalkosten. Im Gegenzug haben die Sparer das Nachsehen. Der «Preis» dafür, dass jene, die sparen, anderen Geld zur Verfügung stellen, wird immer tiefer. Anfang Jahr kündigte die UBS an, ihr Regime der Negativzinsen auszudehnen. Ab 1. Juli müssen Kunden bereits ab einem Kontostand von 250 000 Fr. Negativzinsen bezahlen. Damit gehört die UBS zu jenen Finanzinstituten, die wie CS oder AKB die durch die Schweizerische Nationalbank auferlegten Negativzinsen ihren Kunden weiterreichen. Auch die Raiffeisengruppe will nachziehen. Postfinance war gar ein Vorreiter bei der Verrechnung von Negativzinsen. 

Sparer, die bis heute ihr Geld auf Konten verschiedener Banken verteilt haben, um den Negativzinsen zu entgehen, sehen sich mittlerweile von mehreren Seiten bedrängt. Die finanzielle Repression greift, der Interventionismus wächst, die staatliche Lenkung nimmt zu.

Der Staat übernimmt

Auch durch den behördlichen Lockdown gegen Covid-19 lenkt der Staat das Wirtschaftsgeschehen direkt. Wer in Branchen wie Gastronomie, Hotellerie oder Tourismus arbeitet, ist von einem faktischen Berufsverbot betroffen. Andere Branchen boomen künstlich: Aufgrund des Anlagenotstands und eingeschränkten Konsums werden Immobilienpreise nach oben geschraubt. Das Wirtschaftsgeschehen wird verzerrt, Märkte geraten in Schieflage. Der Lockdown dämpft Konjunktur und Beschäftigung, staatliche Hilfen für Unternehmen sind Treiber zusätzlicher Verschuldung. Wenn Schliessungen zu Stellenlosigkeit und Kaufkraftverlusten führen und als Folge sinkender Einkommen neben der zunehmenden öffentlichen Verschuldung auch die bestehende private Verschuldung relativ ansteigt, dann ist auch der Immobilienmarkt bald kein sicherer Ort mehr vor den ökonomischen Verwerfungen, die derzeit um sich greifen.

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