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So bleibt der Akku fit

Ein E-Auto hat deutlich weniger Verschleissteile als ein Auto mit Verbrennungsmotor. Trotzdem gibt es einige Punkte, die man beachten sollte, um das Leben des Autos zu verlängern – vor allem, wenn es um den Akku geht.

Fotos: zvg

1.07.2022

Als Fahrer hat man es in der Hand, wie lange ein Auto lebt. Wer ständig die Kupplung schleifen lässt, die Gänge reinwürgt und dem kalten Motor viel Leistung abverlangt, wird früher oder später eine hohe Werkstattrechnung ernten.

Beim Fahren an sich ist das E-Auto hier deutlich weniger anfällig. Trotzdem lohnt sich ein sorgsamer Umgang, speziell mit dem Akku. Denn dieser hält zwar mehrere hunderttausend Kilometer, ist aber schlussendlich ein Verschleissteil. Über die Lebensdauer verliert er stetig an Kapazität. Diese Abnutzung kann man aber mit schonender Behandlung deutlich minimieren. Grundsätzlich fühlt sich der Akku am wohlsten, wenn er eine Temperatur von gut 20 Grad hat und zu knapp 60% geladen ist. Gift für den Akku sind hingegen extrem tiefe oder hohe Temperaturen. Ausserdem ist es schädlich, wenn der Akku über längere Zeit komplett vollgeladen oder leer ist.

Diese Zustände gilt es also zu vermeiden. Auf die Temperatur hat man freilich keinen grossen Einfluss; man kann höchstens darauf achten, das Auto wenn immer möglich im Sommer nicht an der prallen Sonne und im Winter in einer Garage zu parkieren. Zudem verfügen alle modernen E-Autos über ein Temperaturmanagement, welches den Akku vor schädlichen Temperaturen schützt. Fahren kann man mit einem kalten Akku übrigens problemlos; allerdings sollte man «Vollgas» auch beim E-Auto vermeiden, bis etwas Temperatur im System ist.

Weder voll noch leer

Wer den Akku gesund halten will, sollte die Ladevorgänge anders planen, als man es vom Benziner kennt. Empfohlen wird, immer im Bereich von 20 bis 80% Ladezustand zu bleiben. Also: nicht ganz vollladen, nicht ganz leerfahren.

Bei fast allen E-Autos lässt sich das Laden programmieren, sodass der Akku nicht ganz vollgeladen wird. Auch schnelles Laden beansprucht die Batteriezellen stärker. Hier gilt grundsätzlich: so schnell wie nötig, so langsam wie möglich. Wer diese Tipps beachtet, kann die Batteriealterung deutlich verlangsamen.

Sklavisch daran halten muss man sich aber nicht; wer gelegentlich den Akku volllädt oder leerfährt, um eine lange Strecke zu meistern, schadet der Batterie damit nicht direkt. Aber regelmässig starke Beanspruchungen können dem Akku zusetzen.

Diese Tipps gelten übrigens nicht nur für das E-Auto, sondern auch für alle anderen Geräte mit Lithium-Ionen-Akku. Wer Laptop, Smartphone und Co. ebenso sorgsam behandelt, darf deutlich länger mit einer starken Batterie rechnen. Text: Philipp Aeberli