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Der Löwe fährt am saubersten

Ecotest: Der ADAC in Deutschland hat 84 Autos im Ecotest auf direkte und indirekte Emissionen getestet. Zwei Peugeot-Modelle schneiden am besten ab.

Der Löwe fährt am saubersten

Sieger im Ecotest: der Peugeot e-208. Bild: zVg

Wer ein neues Auto sucht, hat die Qual der Wahl: Nebst klassischen Benzin- und Dieselantrieben stehen verschiedene Hybrid-Varianten und reine Elektromodelle im Angebot. Was am besten zum Alltag passt, lässt sich in einem Beratungsgespräch und in genauer Abklärung meist zielsicher herausfinden. Doch: Welches Modell und welcher Antrieb ist am saubersten, wenn es um die CO₂-Emissionen geht? Genau das will der deutsche ADAC mit dem jährlichen Ecotest herausfinden. In der aktuellsten Austragung wurden 84 Modelle verglichen. Dabei sieht der ADAC E-Autos nicht als Null-Emissions-Autos an, sondern rechnet die CO₂- und Schadstoffwerte mit ein, die bei der Stromerzeugung entstehen. Trotzdem fahren die Modelle auf den Plätzen eins bis acht alle rein elektrisch - und erhalten allesamt die Maximalbewertung von fünf Sternen.

Peugeot und Opel ganz vorne

Dass elektrisch angetriebene Modelle im Ranking vorne liegen, ist nicht neu. Doch: Die Stromer haben sich in den letzten Jahren nachweislich verbessert. Elektroautos profitieren unter anderem vom stetig grösser werdenden Anteil erneuerbarer Energie im Strommix, aber auch von gesunkenen Verbrauchswerten. E-Autos der zweiten oder dritten Generation gehen nachweislich sparsamer mit der Energie um als frühere Modelle. Das zeigt sich gut beiden Fahrzeugen an der Spitze: Die erste Generation von Peugeot e-208 und Opel Corsa-e (jetzt Corsa Electric) kam im ADAC-Ecotest noch auf einen Durchschnittsverbrauch von 18,7 kWh (Peugeot) respektive 18,8 kWh auf 100 Kilometer (Opel). Mit neuem Antrieb - beide haben den gleichen Akku und den gleichen Motor - sind es nur noch 16,0 und 16,5 kWh/100 Kilometer. Der Peugeot e-208 führt mit 105 Gesamtpunkten die aktuellste Auswertung des Ecotests an. Durch seinen niedrigen Verbrauch von 16,0 kWh auf 100 Kilometer (mit Ladeverlusten) ergeben sich lediglich 80 Gramm CO₂ je Kilometer. Der elektrische Opel Corsa findet sich mit 103 Gesamtpunkten nur knapp dahinter und damit auf Rang zwei.

Den zweiten Rang teilt sich der Opel Corsa Electric mit einem weiteren Modell aus dem Hause Peugeot: Dem e-308 mit ebenfalls den identischen Antrieb wie die kompakteren Modelle von Opel und Peugeot aus dem Stellantis-Konzern. Dieser ist mit dem Opel Astra Electric und dem Peugeot e-2008 (Plätze fünf und sechs) gleich noch zweimal in den Top Ten vertreten.

Top Ten fast ausschliesslich elektrisch

Die Top Ten sind fast ausschliesslich in der Hand von E-Fahrzeugen. Mit dem Toyota Prius Plug-in-Hybrid schafft es nur ein Teilzeitverbrenner knapp in die ersten zehn Ränge: Platz zehn bei immer noch fünf Sternen für den Hybrid-Pionier aus Japan. Bei kombinierter Fahrt, ausschlaggebend für die Benotung im Ecotest, zeigt sich der Japaner vorbildlich sparsam: Fährt man mit voll geladener Batterie los, verbraucht der Prius auf den ersten 100 Kilometern 11,5 kWh Strom und 1,7 Liter Super. Damit verbunden ist eine CO₂-Bilanz von 104 Gramm je Kilometer - ein Topwert. Und selbst wenn dem Prius der zugeladene Strom längst ausgegangen ist, wird er nicht zum Spritschlucker: 4,8 Liter Benzinverbrauch konnten die Testingenieure bei leerer Antriebsbatterie messen.

Die beste Platzierung mit reinem Verbrennungsmotor erzielt der Suzuki Swift auf Platz 20, wobei auch sein 1,2Liter-Benzinmotor von einem Mild-Hybrid-System unterstützt wird. Rein elektrisches Fahren ist damit aber nicht möglich. Das Ranking zeigt aber klar auf: Kleine und leichte Autos sind in Sachen Verbrauch und Emissionen im Vorteil, unabhängig davon, welcher Antrieb zum Einsatz kommt.

Grosse Stromer trotzdem sinnvoll

Heisst das im Umkehrschluss, dass grosse und schwere E-Autos keine Berechtigung haben? Keinesfalls. Wer ein grosses Auto mit langstreckentauglicher Reichweite benötigt, schneidet mit einem elektrischen Antrieb gemäss ADAC-Ranking nach wie vor besser ab als mit einem vergleichbaren Verbrenner.

Das zeigt der Vergleich zwischen dem VW Passat und dem ID.7. Der Passat kommt als bester Diesel auf Platz 38. Nur 5,01/100 km Verbrauch stehen in der Statistik. Nebenbei bietet er im realen Leben mehr als 1000 km Reichweite. Davon ist der elektrische ID.7 natürlich weit entfernt. Dafür fährt er auf Platz sieben im Ranking. Philipp Aeberli

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