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Strom für alle

E-Mobilität: Die Verkaufszahlen von E-Autos müssen steigen. Um das zu erreichen, bringen die Hersteller vermehrt E-Autos in niedrigeren Preissegmenten auf die Strasse.

Strom für alle

Renault 4, Cupra Raval und Mercedes-Benz CLA: E-Autos werden bezahlbarer. Bilder: zVg

Die Autoindustrie hat ein Problem: Um die politischen und gesetzlichen Vorgaben zu erreichen, müssen mehr E-Autos auf die Strasse. Doch auch wenn das Angebot an Stromern, wie gefordert, immer weiter wächst, bleiben die Kunden zurückhaltend und greifen weiterhin lieber zu Modellen mit Verbrennungs- oder Hybridantrieb. Nebst grundsätzlichen Vorbehalten gegen die neue Technologie und Hürden bei der heimischen Ladeinfrastruktur spielt hier wohl auch das Angebot eine Rolle. Denn wie bei neuen Technologien üblich, startete auch die E-Mobilität vor allem in höheren Preissegmenten und bei grösseren Autos. Das können und möchten sich viele Käufer nicht leisten.

Die Technologie hat Fortschritte gemacht und erlaubt immer mehr auch kleinere und bezahlbarere E-Autos mit alltagstauglicher Reichweite und guter Ladeperformance. Höchste Zeit, denn genau diese Modelle brauchen die Hersteller nun, um ihre CO₂-Bilanz im gesetzlichen Rahmen zu halten. Entsprechend dürfen wir uns in den nächsten Monaten auf einige bezahlbare, kompakte E-Neuheiten freuen.

Retro zum Zweiten: Der Renault 4 electric

Mit dem Renault 5 ist der französischen Marke bereits ein grosser Wurf gelungen. Der kompakte Stromer startet schon ab 27'500 Franken, mit grösserem Akku ab 32'500 Franken, und bietet mehr als 400 Kilometer Reichweite laut WLTP. Vor allem schafft er es aber, sich über reine Zahlen hinwegzusetzen. Dank coolem Design, charmanten Details und viel Retro-Charme schafft es der Neue, glaubwürdig an den Kult des Urahnen aus den 1970ern anzuknüpfen. Das weckt Begehrlichkeiten und lockt Kunden zu den Händlern.

Renault hat also erkannt, dass die glorreiche Geschichte der Marke, vor allem, wenn es um wendige Stadtautos geht, durchaus einen Wert hat. Erst recht in einer Zeit, in der einige neue Mitbewerber ohne lange Historie auf den Markt drängen. Mit dem kommenden Renault 4 setzen die Franzosen diesen Kurs fort. Schon ab unter 30'000 Franken rollt ein geräumiger Stromer mit mehr als 300 Kilometern Reichweite zu den Händlern - Retro-Charme inklusive. Voll auf die Zukunft setzt hingegen Mercedes-Benz mit dem neuen CLA. Die kompakte Limousine wird zwar wohl rund doppelt so viel wie der Renault kosten, belegt bei Mercedes aber das Einstiegs-Segment. Und wie: Mit neuer 800-Volt-Technik und bis zu 320 kW Ladeleistung soll man in nur 10 Minuten 300 Kilometer Reichweite nachladen können. Mit vollem Akku sollen fast 800 Kilometer möglich sein.

Einstiegs-Stromer von Cupra

Auch der VW-Konzern will 2025 das Angebot an E-Autos nach unten ausweiten: Mit dem Raval bringt Cupra als erste Konzern-Marke einen Kleinst-Stromer auf der neuen "MEB Small"-Plattform. Auf dieser Grundarchitektur soll später auch ein ID.2 von VW folgen.

Das Topmodell soll mit 166 kW (226 PS) starkem E-Motor und bis zu 440 Kilometern Reichweite nach WLTP auf den Markt kommen. Durchaus ansehnliche und vor allem alltagstaugliche Werte für einen Kleinwagen. Der Preis steht natürlich noch nicht fest, wir tippen auf rund 25'000 Franken.

Die VW-Version dürfte dann 2026 auf den Markt kommen. Vermutlich mit einer etwas zahmeren Motorisierung und einem etwas niedrigeren Preis. Philipp Aeberli

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