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Sozialpädagogin Shahin Köchli an der Wohngruppe der Stiftung Schürmatt: Kleine Fortschritte – grosse Dankbarkeit

Porträt: Umwege führen auch zum Ziel. Bei Shahin Köchli war es der Umweg über die Kunstschule, der sie schliesslich zu ihrer jetzigen Berufung führte.

Die Arbeit mit Kindern und Jugendlichen bereitet Shahin Köchli viel Freude. Bild: zvg

3.09.2021

«Ich liebe Kunst. Ich bin ein Fan von kulturellen Aktivitäten wie beispielsweise Theater. Doch nach der Lehre als Dekorationsgestalterin hatte ich gemerkt, dass ich etwas mit Menschen machen möchte.» Daher entschloss sich Shahin Köchli nach einem Praktikum in einer Wohngruppe der Stiftung Schürmatt, Sozialpädagogin zu werden. «Ich habe auch festgestellt, dass mir die Arbeit mit Kindern und Jugendlichen sehr gefällt.

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Und dass es mich motiviert, sie in ihrem Alltag und in ihrer Entwicklung zu unterstützen.» Als Lernende war sie in der gleichen Wohngruppe wie schon während des Praktikums.


«Sie haben mir so viel zurückgegeben, das hätte ich als Dekorationsgestalterin nie erlebt.»

Shahin Köchli, Sozialpädagogin


Mit einem Team von Betreuern und Sozialpädagogen betreute Shahin fünf Jugendliche mit kognitiven oder körperlichen Beeinträchtigungen. Während der Morgensequenz begleitete sie die Jugendlichen beim Aufstehen, Anziehen und Morgenessen. Während ihre Schützlinge in der Schule waren, kümmerte sie sich meist um administrative Aufgaben. Zum Mittagessen waren dann einige Jugendliche wieder in der Wohnung. «Sie haben mir so viel zurückgegeben, das hätte ich als Dekorationsgestalterin nie erlebt. Für mich persönlich ist diese Tätigkeit mit viel Sinn gefüllt.» 

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Auch Kinder mit autistischer Wahrnehmung gab es in ihrer Wohngruppe. «Diese hatten beispielsweise Schwierigkeiten im Umgang mit Nähe. Wer aber wollte, wurde natürlich umarmt», lächelt die junge Frau. Man merkt Shahin an, dass ihr der Umgang mit Menschen allgemein und Jugendlichen im Speziellen grosse Freude bereitet. Und die Kunst? «Ich bin immer noch ein Kunstfan, nur habe ich mein Hobby einfach nicht zum Beruf gemacht.» (dom)